Forschungsprojekte

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Irena Kogan in Zusammenarbeit mit Jing Shen
Dauer: 2010 - 2017Gefördert durch: DFG

Es soll analysiert werden, was die subjektive Lebensqualität - definiert als Lebenszufriedenheit - von Migranten in Europa bedingt und inwieweit bestimmte Länder für bestimmte Zuwanderergruppen in dieser Hinsicht besonders günstige, für andere demgegenüber eher ungünstige Bedingungen bieten. Die Lebenszufriedenheit wird als das Ergebnis der Evaluation der konkreten objektiven Lebensbedingungen durch die Akteure modelliert, bei welcher sie einen individuellen Bewertungsmaßstab heranziehen. Dieser Bewertungsmaßstab hängt u.a. von der kulturellen Prägung, dem Vergleich mit signifikant anderen und den individuellen Präferenzen ab. Somit kann die Lebenszufriedenheit zwischen Bevölkerungsgruppen auch bei vergleichbaren objektiven Lebensbedingungen variieren, wenn der Bewertungsmaßstab gruppenspezifisch variiert.Die direkten Lebensbedingungen der Migranten werden wiederum durch die strukturelle und kulturelle Ordnung der jeweiligen Gesellschaft beeinflusst: z.B. durch die Ausgestaltung wohlfahrtstaatlicher Leistungen oder die allgemeinen Einstellungen gegenüber Einwanderern. Vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Konkurrenz um Fachkräfte kann das geplante Projekt dabei helfen, die Attraktivität von Standorten differenzierter zu bewerten. Für die Analysen soll zunächst auf international vergleichende Datensätze und für differenziertere Auswertungen anschließend auf geeignete nationale Daten zurückgegriffen werden.



Irena KoganDauer: 2015 - 2017

Dieses Forschungsprojekt ist eine umfassende, multidimensionale und Multi-Methoden Studie. Sie zielt auf die Abschätzung der Effektivität von Maßnahmen der Einwanderungs- und Integrationspolitik bzgl. der Integration von Migranten in die Länder Europas bzw. in andere große Einwanderungsgesellschaften ab. Durch ein vergleichendes Forschungsdesign und verschiedene zusätzliche Datenquellen bewertet das Projekt zunächst, in wie weit die Integrationspolitik von Aufnahmeländern in tatsächliche Teilnahme von Migranten an Integrationsprogrammen umgesetzt wird. Im Anschluss führen wir eine umfassende Bewertung, sowohl aus objektiver als auch aus subjektiver Sicht, des Einflusses solcher politischer Maßnahmen auf die Eingliederung von Migranten in den Arbeitsmarkt durch. Schließlich untersuchen wir die Rolle der institutionellen Gegebenheiten im Aufnahmeland hinsichtlich mediierender Effekte der Politik auf individueller Ebene. Dabei wenden wir sowohl groß angelegte und tiefergehende quantitative Bewertungen unter Einbindung der Methoden der Querschnitt- und Paneldaten an, um zu einem umfassenderen Verständnis des untersuchten Phänomens zu gelangen. 


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit 
Frank Kalter (Uni Mannheim, GER), 
Clemens Kroneberg (Uni Köln, GER);
Anthony HeathMiles Hewstone,
Jan O. Jonsson (Oxford, UK) &
Frank van Tubergen (Utrecht, NL)
2009-2012 / 2013-2017 / 2017-2020
Gefördert durch Norface / DFG

Das Projekt untersucht die Integration von Migranten der zweiten Generation in vier ausgewählten europäischen Ländern: in Deutschland, den Niederlanden, Schweden und England. Es ist die erste umfassende, vollstandardisierte Längsschnittstudie zu diesem Thema in Europa und wird im Rahmen des NORFACE-Programms gefördert. Im Jahr 2010 wurden Kinder von Migranten im Alter von 14 Jahren, ihre einheimischen Mitschüler sowie ihre Eltern befragt. In den beiden folgenden Jahren sind zwei weitere Erhebungswellen geplant, so dass eine zentrale, weichenstellende Lebensperiode der Jugendlichen abgedeckt werden kann. Die Datenbasis ermöglicht es, das komplexe kausale Zusammenspiel von Prozessen der strukturellen, sozialen und kulturellen Integration zu untersuchen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich nur dadurch die Unterschiede zwischen Ländern, ethnischen Gruppen und Lebensbereichen erklären lassen, die sich in der bisherigen Forschung zur Integration der zweiten Generation in Europa zeigen. Das Projekt erhebt erstmalig die notwendigen Daten, um die Mechanismen hinter diesen verschiedenen und komplexen Mustern aufzudecken: strikt vergleichbare, theoriegeleitete, Mehr-Ebenen- und Längsschnittdaten mit ausreichender Fallzahl. Die Daten werden der internationalen Forschergemeinde zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zu unseren eigenen substantiellen Forschungsbeiträgen soll auf diese Weise eine dauerhafte Dateninfrastruktur geschaffen werden, mit der sich die Integration von Migranten der zweiten Generation in Europa angemessen untersuchen lässt.



Irena Kogan in Zusammenarbeit mit 
Manuel SiegertTobias Roth
Dauer: 2011- 2015
Gefördert durch: DFG

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Schulleistungen und -abschlüssen sowie Übergängen in die berufliche Bildung zeigen bei Einheimischen und Migranten zumeist in dieselbe Richtung. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass sich das Ausmaß der Unterschiede zwischen ethnischen Gruppen teilweise unterscheidet. Über die den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zugrundeliegenden Mechanismen ist bisher jedoch nahezu nichts bekannt. Im geplanten Projekt sollen daher zunächst anhand der Daten der ersten drei Wellen des NEPS ethnische und geschlechtsspezifische Bildungslaufbahnen nachgezeichnet werden. So lässt sich zeigen, zu welchen Zeitpunkten, in welchen Bildungs­bereichen und in welchem Ausmaß Unterschiede entlang der Bildungskarrieren existieren und wie sich diese entwickeln. Daran anschließend wird ein theoretisches Modell zu Erklärung der dem Bildungserfolg zugrunde liegenden schulischen Kompetenzen, Bildungs- und Berufswünsche sowie den daraus resul­tierenden Bildungsentscheidungen entwickelt und getestet. Neben der Rolle institutioneller und struk­tureller Rahmenbedingungen, werden wir dabei insbesondere die Bedeutung geschlechts­spezifischer Sozialisationspraktiken berücksichtigen. Denn geschlechtsspezifische Rollenvorstellungen sollten sich über primäre und sekundäre Effekte in den unterschiedlichen Stadien der Bildungslaufbahn bemerkbar machen und so geschlechtsspezifische Muster der Bildungsungleichheit hervorrufen. 


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit 
Cornelia Kristen (Uni Bamberg) & 
Petra Stanat (Humbold Universität)
Dauer: 2012 - 2015
Gefördert durch: bmbf

Das Projekt „Kompetenzerwerb und Lernvoraussetzungen“ (KuL), das sich mit dem Unterrichtsgeschehen in Grundschulen auseinandersetzt, ist im Mai 2012 gestartet. Untersucht werden dabei folgende Fragestellungen: Welche Lernvoraussetzungen bringen Kinder in die Grundschule mit? Wie gestalten Lehrerinnen und Lehrer Lernumgebungen angesichts einer heterogen zusammengesetzten Schülerschaft? Welche Bedingungen sind bedeutsam für einen förderlichen Umgang zwischen Lehrkräften und Kindern? Welche Arten der Interaktion zwischen Kindern und Lehrkräften begünstigen Lernprozesse und damit den Kompetenzerwerb?


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit Tobias Roth
Dauer: 2010 - 2013
Gefördert durch: bmbf

In dem Projekt wurde der Frage nachgegangen, inwiefern soziale Kontakte den Bildungserfolg und die Lehrstellensuche von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund beeinflussen. Es wurde sowohl die soziale als auch die ethnische Zusammensetzung der Netzwerke von Schülern und von ihren Müttern berücksichtigt. Um sich der Frage theoretisch anzunähern, welche Effekte soziale Netzwerke auf den strukturellen Erfolg von Akteuren haben sollten, wurde auf das Konzept des Sozialkapitals zurückgegriffen. Hinsichtlich möglicher Auswirkungen der ethnischen Zusammensetzung von Migrantennetzwerken wurde zudem auf gängige Assimilationstheorien eingegangen und es wurde eine Verbindung zwischen ihnen und dem Sozialkapitalkonzept hergestellt. Für die empirischen Analysen wurden Daten aus dem Projekt „Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien im deutschen und israelischen Bildungssystem“ verwendet. Es zeigt sich, dass sowohl die soziale als auch die migrantenspezifische Netzwerkzusammensetzung Auswirkungen auf den Bildungserfolg haben, wobei sich der Einfluss allerdings durch unterschiedliche Mechanismen ergibt. Hinsichtlich der sozialen Netzwerkzusammensetzung sprechen die Ergebnisse dafür, dass sich diese weniger auf die Leistungen der Schüler, als vielmehr auf ihre Leistungsbereitschaft sowie die Bildungswünsche, Bildungserwartungen und Bildungsentscheidungen auswirkt. Netzwerke von Migranten, in denen sich überwiegend Personen der eigenen Ethnie befinden bzw. in denen vorwiegend die Herkunftssprache gesprochen wird, haben hingegen negative Auswirkungen auf die schulischen Leistungen der Schüler während die Aspirationen und Bildungsentscheidungen nicht substanziell beeinflusst werden. Die Analysen weisen darauf hin, dass Bildungsungleichheiten unter anderem auf eine unterschiedliche Sozialkapitalausstattung der Akteure zurückzuführen sind. Die grundlegenden Zusammenhänge gelten sowohl für die Netzwerke der Schüler als auch für die Netzwerke ihrer Mütter. Im Gegensatz hierzu haben lediglich die Netzwerke der Mütter Auswirkungen auf den Erfolg der Lehrstellensuche, wobei der Umfang und die soziale Zusammensetzung der Netzwerke von zentraler Bedeutung sind. Die Jugendlichen selbst scheinen noch nicht über substanziell hilfreiche soziale Kontakte für die Lehrstellensuche zu verfügen. Insgesamt konnte in dem Projekt ein umfassender Überblick darüber erlangt werden, welche Auswirkungen verschiedene Eigenschaften von Schüler- und von Mütternetzwerken auf unterschiedliche Determinanten des Bildungserfolgs und beim Übergang in das Berufsausbildungssystem haben.



Walter Müller in Zusammenarbeit mit Irena Kogan et. al.
Dauer: 2005 - 2010
Gefördert durch: EU

Im Rahmen dieses über fünf Jahre von der Europäischen Kommission finanzierten Exzellenznetzes kooperierte das MZES mit 13 führenden sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituten in Europa mit dem Ziel, in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus der Ökonomie, Sozialpolitik, Soziologie und Politikwissenschaft herausragende europäische Forschungskompetenz für die Untersuchung der Folgen von wirtschaftlichem Wandel für die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in den Gesellschaften Europas aufzubauen. Auf der Grundlage vielfältiger internationaler Datenbasen wurde – in der Regel Länder vergleichend – untersucht, wie Lebensqualität und sozialer Zusammenhalt beeinflusst werden durch Bildung und soziale Mobilität, Entwicklungen im Arbeitsmarkt, bei der Einkommensverteilung und -mobilität, in Familien und sozialen Netzwerken, bei der kulturellen und sozialen Differenzierung, sowie im sozialen Vertrauen und der sozialen und politischen Legitimität. Dem Charakter des Netzwerkes entsprechend vollzog sich die Arbeit in zahlreichen international zusammengesetzten Forschergruppen und Forscherteams, bei deren Initiierung und Leitung Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des MZES eine sehr aktive Rolle spielten.

Irena Kogan in Zusammenarbeit mit Walter Müller
Dauer: 2006 - 2010
Gefördert durch: Volkswagenstiftung

Zentraler Gegenstand des Projekts war die Analyse des Übergangs junger Menschen in den Arbeitsmarkt in zentral- und osteuropäischen (ZOE) Ländern, insbesondere vor dem Hintergrund des Systemwandels von Sozialismus zu Kapitalismus. In der Anfangsphase fokussierte die Projektarbeit auf deskriptive Analysen von Bildungssystemen, Arbeitsmarkt- und Wohlfahrtsregimen in den zehn ZOE EU-Beitrittsländern. Die Resultate wurden als Handbuch mit dem Titel "Europe Enlarge" bei Policy Press veröffentlicht. Die Hauptphase des Projektes befasste sich mit einer vertiefenden Analyse des Arbeitsmarkteintritts in zehn ZOE Ländern auf Basis von individuellen Längsschnittdaten. Insbesondere wurde analysiert, welche Rolle das Billdungssystem für den Arbeitsmarkteintritt junger Menschen in ZOE Ländern spielt, und inwiefern die hier zugrundelegenden Mechanismus durch den Systemwandel verändert wurden. Trotz raschem Strukturwandel und einer starken Abnahme der Arbeitgeberpartizipation erlauben berufliche Abschlüsse im Sekundarbereich immer noch einen raschen Eintritt in den ersten Job. Junge Menschen, die keinen höheren Sekundarabschluss erwerben, zählen zu den Verlierern des Transformationsprozesses. Dem entgegen sind Tertiärabsolventen, trotz der rasch voranschreitenden Tertiärexpansion in einigen Ländern, die Gewinner der Transformation. Allerdings weisen unsere Analysen auf ausgeprägte soziale Ungleichheiten beim Erwerb unterschiedlicher Tertiärqualifikationen hin. Darüber hinaus unterscheiden sich die Erträge einzelner Bildungsgänge deutlich. Hauptresultat dieser Projektphase ist ein Sammelband mit dem Titel "Making the Transition", der in Reihe "Social Inequality" bei Stanford University Press erschienen ist. Über das formale Ende des Projektes hinaus, hat sich die Arbeit an diesen Themen im Rahmen zahlreicher kollaborativer Publikationsprojekte fortgesetzt.


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit 
Frank Kalter (Uni Mannheim),
Cornelia Kristen (Uni Bamberg),
Yossi Shavit (Uni Tel Aviv) &
Noah Lewin-Epstein (Uni Tel Aviv)
Dauer: 2005 - 2010
Gefördert durch: bmbf


In dieser Studie wurde der Erfolg von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Bildungssystemen von Deutschland und Israel untersucht. Die Verfestigung ethnischer Ungleichheitsstrukturen hängt dabei in beiden Ländern eng mit dem nachteiligen schulischen Abschneiden von Zuwanderern und deren Nachkommen zusammen. Aus Basis eines allgemeinen theoretischen Ansatzes wurde vermutet, dass sich die ethnischen Ungleichheiten vor allem an zentralen Verzweigungspunkten in den Bildungssystemen reproduzieren. Vor diesem Hintergrund wurden Schüler und deren Mütter, die aus der ehemaligen Sowjetunion (in Deutschland auch aus der Türkei) stammen und Einheimische, jeweils vor und nach wichtigen Verzweigungspunkten in ihrer schulischen Laufbahn interviewt (Panel mit zwei beziehungsweise drei Erhebungswellen). In der ersten Welle wurden in Deutschland 2289 und in Israel 1868 vollständige Interviews realisiert. Unsere Ergebnisse bestätigen, dass sowohl in Israel als auch in Deutschland Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund bei Leistungstests und Schulnoten deutlich schlechter abschneiden als Einheimische. Diese Unterschiede sind speziell bei den Sprachfertigkeiten und den Deutsch- bzw. Hebräischnoten ausgeprägt. In Deutschland trifft dies am deutlichsten für türkische Schüler zu. Vergleicht man jedoch Einheimische und Migranten mit gleicher Ressourcenausstattung verschwinden diese Differenzen weitgehend. Schlechtere schulische Leistungen von Migranten im Vergleich zu Einheimischen lassen sich also vorrangig auf sozialstrukturelle Unterschiede zurückführen. Ähnliches gilt für die zentralen Übergänge im Bildungssystem. Nach Kontrolle der schulischen Leistungen und der sozialen Herkunft sind keine Unterschiede im Übergangsverhalten von Einheimischen und Migranten mehr vorhanden. Als zentraler Befund kann also festgehalten werden, dass die Differenzen im Bildungserfolg zwischen Migranten und Einheimischen in erster Linie durch eine unterschiedliche Ausstattung der Familien mit bildungsrelevanten Ressourcen, die sich auf die schulische Leistung der Kinder auswirken, bedingt sind. Hinweise auf eine darüber hinausgehende Benachteiligung von Schülern mit Migrationshintergrund bei der Notenvergabe oder den Übergängen im Bildungssystem lassen sich nicht erkennen.


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit Moshe Semyonov 
Dauer: 2007 - 2009
Gefördert durch: pme & IMP

Das Hauptziel des Projektes besteht darin, die wirtschaftliche Integration von hoch gebildeten Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion in vier Zielländern zu vergleichen: USA, Kanada, Deutschland und Israel. Diese vier Länder stellten die hauptsächlichen Zielländer der Immigranten aus der ehem. Sowjetunion seit ihrem Niedergang 1989 dar. Jedes Aufnahmeland repräsentiert ein unterschiedliches Immigrationsregime, das sich sowohl in der Auswahl der Zuwanderer ins Einreiseland, als auch in der Bereitstellung der Art und Höhe der Hilfe und Unterstützung der Immigranten unterscheidet. Der Fokus der Integration der Immigranten aus einem Herkunftsland in verschiedenen Zielländern bieten uns die einmalige Gelegenheit die Auswirkungen der Immigrationspolitik und den Aufnahmekontext auf die ökonomische Integration der hoch gebildeten Immigranten zu untersuchen. Die geplante Untersuchung wird Folgendes erforschen: a) wie und warum hoch gebildete Immigranten ihr Zielland auswählen; b) die Konsequenzen der Selbstauswahl der Immigranten für ihren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt und c) die Rolle des Aufnahmekontextes jedes Landes (Sozialpolitik und Arbeitsmarkteigenschaften) in Bezug auf die ökonomische Assimilation von hoch gebildeten Immigranten.


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit 
Yinon Cohen, (Columbia, USA)
Yitchak Haberfeld (Uni Tel Aviv)  &
Frank Kalter (Uni Mannheim, GER)
Dauer: 2006 - 2009
Gefördert durch: GIF

Das Projekt zielt darauf ab, Hypothesen zu zentralen Einflussfaktoren der Arbeitsmarktintegration, wie die Selektivität von Zuwanderern und die institutionellen Gegebenheiten der aufnehmenden Gesellschaft, durch einen strategischen Vergleich von Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion in Israel und Deutschland strenger zu testen. Dazu wurden sowohl Sekundärdaten analysiert, wie auch Primärdaten erhoben und ausgewertet. Ergebnisse: Die institutionellen Besonderheiten beider Aufnahmeländer führen entgegen der theoretischen Erwartung nicht zu einem selektiven Zuzug. Jüdische Zuwanderer aus der ehemaligen SU weisen in beiden Ländern das gleiche Qualifikationsniveau auf. Jedoch lassen sich über den gut ausgebauten Sozialstaat in Deutschland die abweichenden Befunde zur Arbeitsmarktintegration von jüdischen Zuwanderern in beiden Ländern erklären. Die zeitlich unbeschränkte materielle Unterstützung von Arbeitslosen in Deutschland ermöglicht erst die Suche nach einer geeigneten Stelle, was sowohl zu einer hohen Arbeitslosenrate wie auch zu einer häufigeren Besetzung von qualifizierten Stellen führt. Auf nationaler Ebene hat sich bisher folgendes herausgestellt: Für die Erklärung der Nachteile beider Zuwanderergruppen gegenüber den Deutschen hinsichtlich des Arbeitslosigkeitsrisikos wie auch der beruflichen Positionierung spielt vor allem die Ausstattung mit aufnahmelandspezifischen Ressourcen (Weiterbildung vor Ort, Sprachfertigkeiten und Netzwerkzusammensetzung) eine Rolle. Den Unterschieden beider Zuwanderergruppen im Vergleich kommt man insbesondere durch die Längsschnittbetrachtung auf die Spur. Jüdische Kontingentflüchtlinge brauchen gegenüber Aussiedlern fast doppelt solange für das Erlangen der ersten Arbeitsstelle nach der Zuwanderung in Deutschland, sie erreichen jedoch dabei schon viel häufiger eine gute Position. Jüdische Kontingentflüchtlinge nutzen die seitens der Grundsicherung gegebene Chance zur Akkumulation von aufnahmelandspezifischen Ressourcen stärker aus als Aussiedler. Sie nehmen länger an Weiterbildungsmaßnahmen teil und schließen dabei auch höherwertige Abschlüsse ab, sie investieren mehr Zeit in das Erlernen der deutschen Sprache und überholen sogar das Sprachniveau der Aussiedler. Dieses Vorgehen verzögert natürlich den beruflichen Einstieg, ermöglicht aber gleichzeitig erst das Erlangen von hochqualifizierten Stellen. Die Ausgangsunterschiede zwischen beiden Zuwanderergruppen prägen den weiteren beruflichen Werdegang, da nur wenig Mobilität zwischen den Arbeitsmarktsegmenten besteht.


Irena Kogan in Zusammenarbeit mit Silke L. SchneiderDauer: 2006 - 2007
Gefördert durch: EU

The availability and validity of cross-nationally comparable measures of education-related concepts, especially educational attainment, are an important condition of international statistical reporting on education as well as cross-national social research. The International Standard Classification of Education (ISCED-97) is a cross-national classification framework for harmonising educational programmes and qualifications, the first version of which was developed by the UNESCO in the 1970s. It has been extensively used for international statistical reporting e.g. by the OECD and increasingly also for measuring educational attainment in cross-national surveys, e.g. the European Union Labour Force Survey (EU-LFS), the Programme for International Student Assessment (PISA) and the European Social Survey (ESS). Nevertheless, to date it has not yet been thoroughly evaluated. In this book, country experts from all parts of Europe evaluate the application of the ISCED-97 to national educational qualifications in 15 European countries: the Netherlands, Germany, France, Spain, Italy, Slovenia, Bulgaria, Hungary, the Czech Republic, Poland, Estonia, Finland, Sweden, the UK and Ireland. An introductory chapter introduces the ISCED-97 in some detail and synthesizes the results from the country chapters. Each country chapter starts out with a description of the respective country's educational system, including the most important past reforms. Then, the OECD's and Eurostat's assignment of ISCED categories to country-specific educational qualifications is described and evaluated. The authors finally validate the distribution of educational attainment as measured by the ISCED-97 found in the EU-LFS with distributions they individually derive from national education variables in national (usually labour force) surveys. With respect to the reproducibility of the ISCED distributions found in the EU-LFS by recoding "indigenous" education variables in national data sets, the results are positive overall, but with some exceptions. The core problems in the application of the ISCED-97 lie elsewhere. They can be divided into three areas: 1) conceptual limitations of the ISCED-97 itself, 2) difficulties in the application of the ISCED to actual educational qualifications in the countries, and 3) constricted implementation in cross-national surveys. The final chapter puts forward some suggestions on how progress in the measurement of educational attainment for cross-national research could be made. The suggestions involve 1) the refinement of the ISCED-97 in a future revision, 2) the enhancement of nationally specific measures of educational attainment, and 3) the amelioration of coding procedures in cross-national surveys. The book presents the results of more than two years of cross-national collaboration in the EDUC research team "Evaluation of the ISCED-97 for Comparative Research" of the EQUALSOC network.


Frank Kalter in Zusammenarbeit mit Irena KoganDauer: 2002 - 2004

Dieses Projekt bildet den deutschen und österreichischen Teil einer internationalen Initiative, bei der es darum geht, die Benachteilung ethnischer Minderheiten auf dem Arbeitsmarkt und die dahinter stehenden Ursachen vergleichend zu untersuchen. Bisher beteiligen sich mehr als 10 Länder an diesem Unternehmen. Es wird angestrebt, die gleichen statistischen Analysen mit vergleichbaren Datensätzen durchzuführen und zu ermitteln, ob sich Ausmaß und Ursachen ethnischer Ungleichheiten in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten unterscheiden oder als gleich erweisen.


Walter Müller in Zusammenarbeit mit Irena Kogan, et. al.
Dauer: 2001 - 2002
Gefördert durch: Eurostat

Eurostat hat im Rahmen des Labour Force Survey 2000 erstmalig ein Befragungsmodul eingesetzt, das Informationen über individuelle Bildungsverläufe und den Berufseinstieg in 14 EU-Ländern und in sechs osteuropäischen Staaten enthält. Insgesamt stehen also Daten für fast zwanzig europäische Länder zur Verfügung. Das Projekt hat zum Ziel, diesen neuen europäischen Datensatz methodologisch zu evaluieren und inhaltlich auszuwerten. In methodischer Hinsicht wird sich das Projekt auf Fragen der Datenqualität und der internationalen Vergleichbarkeit der Daten konzentrieren. Inhaltlich wird das Projekt Untersuchungen zu Fragen durchführen, die auf der Grundlage dieser sehr aktuellen Datenbasis besonders gut beantwortet werden können. Systematische Vergleichsstudien für die einbezogenen Länder sollen sich vor allem mit den folgenden Problemen befassen: (1) Auswirkungen der sozialen Herkunft auf individuelle Bildungsentscheidungen, (2) Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in der fachlichen Spezialisierung bei den erworbenen Bildungsabschlüssen und ihr Zusammenhang mit der Geschlechterungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, (3) ethnischen Ungleichheiten im Übergang zwischen Bildungs- und Erwerbssystem, (4) dem Ausmaß und den Konsequenzen von Mismatches zwischen Ausbildung und Berufstätigkeit sowie (5) mit Mobilitätsprozessen in den ersten Jahren nach Ausbildungsabschluss. Das Projekt wird als internationales Kooperationsprojekt durchgeführt